Runter vom Ponyhof, rein ins Zeitalter der Anwendungen

Ein Beitrag von Oliver Drost, Vorstand Kreation, deepblue networks AG
Quelle: BoB Buch 2014

Die Kategorie Digitale Kommunikation ist sehr dynamisch. Sie ist enormen Veränderungsprozessen unterworfen und so liegen die Arbeiten zum Teil Lichtjahre auseinander.

Allen gemeinsam ist die Tatsache, etwas Digitales zu haben. Ungefähr so, wie bei meinen Kindern alle Playmobil-Spielzeuge eines gemeinsam haben: sie sind aus Kunststoff.
Zunächst Prinzessinnenschloss oder Krankenhaus landen sie alle schnell in einer großen Kiste und erscheinen ab diesem Zeitpunkt immer in veränderter Form. Mal ohne Haare, mal haben Indianer Stethoskope um den Hals und führen Elefanten an der Leine. Meistens hält so ein Schloss keine vier Tage, schon sind die Ponys eingezogen.

Was können wir daraus lernen?
– Die Dinge verändern sich schneller als wir denken.
– Der Nutzer entscheidet über die Anwendung.
– Mit Kreativität kann man spannende, neue Sachen bauen.

Genau so ist es bei der Nutzung digitaler Angebote. Man will sie intuitiv benutzen können und neue Tools sofort einsetzen, sofern sie helfen oder Spaß machen. Unser Spielplatz ist dabei die ganze Welt. Digitale Zugänge gibt es nicht mehr nur auf dem Schreibtisch, sondern immer und überall. Seit Smartphones unsere täglichen Begleiter geworden sind, sind wir mitten drin im „Zeitalter der Anwendungen“.

Was hat sich dadurch verändert? Vor allem die Wahrnehmung von Marken.

Die einstigen Konsumenten haben einen evolutionären Schritt hinter sich. Waren sie früher schlichte Rezipienten von Werbebotschaften, sind sie jetzt mündige Anwender, die durch interaktive Erlebnisse Marken wahrnehmen und bewerten. Und das bedeutet: Wer kein gutes Angebot schafft, ist nicht präsent und damit oft raus.
Darum bilden die digitalen Services auch einen immer wichtigeren Teil der Wertschöpfung bei uns Agenturen. Schließlich sind fast alle Unternehmen zunehmend damit beschäftigt, ihre Wertschöpfungskette zu digitalisieren.
Gerade zwischen Marketing und Vertrieb entstehen viele neue Fragen. Wurde der Vertrieb erst mit Tablets ausgestattet, gilt es nun, digitale Services zu schaffen und Anwendungen bereitzustellen, die im Dialog mit Kunden und deren Daten wirklich Nutzen stiften.
Eine Entwicklung, von der auch in der B2B-Welt immer mehr ankommt. Das sieht man bei den Einreichungen, das spürt man bei Diskussionen in der Jury.
So findet man heute neben digitalen Kampagnen auch digitale Produkte, die den kreativen Raum für zeitgemäße B2B-Kommunikation bereichern – so wie ein neuer Playmobil-Ponyhof das Leben meiner Kinder.

Der BoB Award 2015 wird am12. Mai 2016 in Berlin verliehen – Hier Karten für die Preisverleihung bestellen!

Comments are closed.