Print: Beste Aussichten für ein langes Leben

Ein Beitrag von Tim Bögelein, Geschäftsführer RTS Rieger Team Werbeagentur GmbH
Quelle: BoB Buch 2014

Wie kann man Print auch in Zukunft gestalten, gestalten im ganzheitlichen Sinne, um somit die Chancen dieses Kanals optimal zu nutzen? Für mich gibt es dazu fünf relevante Chancen:

Die 1. Chance:
Diejenigen, die auf Print im Medienmix verzichten oder ihre Budgets massiv einschränken, überlassen anderen Marken das Feld. Und genau diesen Umstand sollten „die Anderen“ nutzen. Natürlich nur dann, wenn man vorher geprüft hat, ob dem Medium noch ausreichend Leser in der Zielgruppe beschert sind. Jedenfalls liegt in dieser kleinen Blue-Ocean-Strategie der verlockende Aspekt, Meinungsmacher einer Branche oder eines Bereichs zu werden.

Die 2. Chance:
Jedes Unternehmen sollte das Ziel haben, seine Onlinepräsenz zu stärken und dem entsprechend die Zielgruppe dorthin zu lenken. Google und Konsorten tun dazu ihr Übriges, so viel ist klar. Dass jedoch 50% der Besucher von Onlineseiten aus Print generiert werden, ist vermutlich nicht allen klar! Die Großen rund um Zalando, eBay und Co. wissen das und investieren deshalb auch wieder vermehrt in Print.

Die 3. Chance:
Die Informationen, die Print generiert, werden laut einer Studie von der Organisation „Printpower“ länger beim Rezipienten „gespeichert“ als die Onlineinformationen.

Ob das nun wirklich so ist oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen, wollte Ihnen diese Information aber nicht vorenthalten, da sie mir bei meiner Vorbereitung auf heute begegnet ist.

Die 4. Chance ist die Verzahnung.
Dazu ein Beispiel: Ikea verteilt in Norwegen in jedem Haushalt einen klassischen Print-Katalog. Die Marke hat dort schon bestehende 130.000 Follower auf Facebook und Instagram. Diese wurden aufgefordert, aus dem aktuellen Katalog eine Seite mit ihrem Lieblingsprodukt zu posten (dahinter war natürlich ein Gewinnspiel angelegt). Innerhalb kürzester Zeit hatte Ikea damit seinen gesamten Katalog zusätzlich „online verbreitet“, quasi ohne Kosten.

Die 5. Chance:
Qualität. Scheinbar lässt sich das Image einer Marke in Print immer noch ganz gut beeinflussen. Siehe die Lidl-lohnt-sich-Kampagne (welche Meinung auch immer man zu dieser haben möchte). Sie werden sagen, das kann man online auch tun. Ja, das stimmt. Die Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit sind jedoch (zumindest bis jetzt und bei uns in Europa) bei einem Printprodukt deutlich höher. Das sagen mehrere Studien zu diesem Thema.

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